
Name: Murat Kayi
Ort: Dortmund
Beruf: Autor, Musiker und Erzähler
Nutzt Evernote seit: 2008
Biographie.
Murat Kayi ist Autor, Musiker und Erzähler. Als freier Künstler tritt er solo und in Gruppen auf, unterhält die Menschen, bringt sie zum Lachen und Zuhören. Inspiriert durch einen Lehrer, seinerseits Schriftsteller, begann Murat Kayi mit 18 Jahren zu schreiben. Da er im wesentlichen Bühnenkünstler ist und in seinem Live-Programm Gedichte, Comedy, Lesung und Musik zusammenbringt, ist Kayi viel unterwegs. Mit Evernote hat er seine Texte und Lieder immer dabei und kann sie mit seinen Künstler-Kollegen teilen.
Links:
Evernote – überall dabei:
- Android
Aus der Evernote Galerie nutze ich:
Livescribe Pulse Smartpen2GB
Ich nutze Evernote, um …
… mein persönliches wie auch geschäftliches Leben zu organisieren. Für mich als Autor ist Evernote sehr nützlich. Sobald mir eine gute, skurrile oder lustige Formulierung einfällt, speichere ich sie in Evernote. Das gleiche gilt für Veranstaltungsorte, Artikelthemen oder Harmonieabfolgen neuer Songs. Einmal hat Evernote sogar meinen Auftritt gerettet. Bei einem Poetry Slam hatte ich doch tatsächlich den Ausdruck meiner Geschichte vergessen. Da musste ich improvisieren, habe auf der Bühne mein Handy gezückt und in Evernote den fehlenden Text gefunden.
Lieblingsfunktion:
Ob spontan, vordefiniert oder gespeichert: Die Suchfunktion in Evernote ist für mich das A und O. Sie erlaubt es mir, Notizen auch ohne Kategorisierung einfach in Evernote zu speichern. Habe ich beispielsweise einen Text, der gleichzeitig Vorlesetext, Artikel und Kurzgeschichte ist, müsste ich ihn in einer hierarchisch strukturierten Notizlösung in drei verschiedene Ordner packen. Das ist dank der Evernote-Suche unnötig, denn sie funktioniert genauso intuitiv wie im realen Leben versuche. Möchte ich beispielsweise einen Text finden, den ich vor zwei Wochen eingescannt habe, gebe ich einfach einen Zeitraum und in meinem Fall das Dateiformat jpg - ein. Die Suche schränkt die möglichen Ergebnisse so stark ein, dass es zum Kinderspiel wird, den entsprechenden Text herauszufiltern.
Außerdem verwende ich anspruchsvolle Suchanfragen. Evernote stellt hierfür ein mehrseitiges Dokument mit der Suchsyntax bereit, das ich in Evernote gespeichert habe. Suchanfragen, die ich häufiger verwenden möchte, speichere ich als „gespeicherte Suche“ ab: Das ist nicht nur praktisch und erspart Zeit, sondern vereinheitlicht auch die Ergebnisse. Mittlerweile habe ich bereits ca. 8 gespeicherte Suchanfragen, die in meinen täglichen Arbeitsablauf integriert sind.
Als Autor: Text- und Themenideen über Checkboxen
Sobald mir eine gute, skurrile oder lustige Formulierung einfällt, speichere ich diese in Evernote ab - auch unterwegs. Dafür habe ich mir mein eigenes System entwickelt: Für all diese Textschnipsel – seien es Aufhänger für meinen Blog oder Ideen für das nächste Kabarett-Programm - erstelle ich ToDo-Listen mit Checkboxen. Habe ich ein Textstück verwendet, hake ich es ab. Will ich einen Text schreiben, lasse ich mir alle Inhalte der „nicht-abgehakten“ Checkboxen ausspucken. Dafür nutze ich gespeicherte Suchanfragen mit jeweils 3-4 Tags, je nach Anwendungsfall. Et voilà: Alle Text- oder Themenideen werden auf einen Blick angezeigt. Das ist sehr praktisch: So kann ich das Nachdenken und Schreiben zeitlich auseinanderziehen.
Als Musiker:
- Audio-Aufnahmen und Songbook
Evernote in Kombination mit dem Livescribe-Pen ist für unsere Jam-Sessions im Bandprobenraum eine riesige Bereicherung: Entsteht ein neuer Song, kann ich diesen einfach mit dem Livescribe Pen aufnehmen und an die Notiz anhängen. Außerdem kann ich die Melodie über Kommentare mit zusätzlichen Fakten anreichern wie: Tonart, Gitarren-Tabulatur oder Einsatzzeitpunkt für jedes Instrument. Viele Musiker nehmen ihre Songs als mp3 auf, um sie nicht zu vergessen. Irgendwann hören sie dann eines ihrer Lieder und denken sich: Das ist von mir? Fantastisch! Im Anschluss müssen sie sich aber wieder mühsam in das Lied reinhören, um es nachspielen zu können. Evernote hält die Audio-Aufnahmen samt Notizen auf einen Blick bereit. Ich kann sogar ganze Notenblätter abspeichern. Mittlerweile habe ich ein richtiges Songbook in Evernote erfasst. Spontane Kreativität geht so nicht verloren.
- Setlist und gemeinsames Notizbuch
Um eine Setlist mit meinen Bandkollegen zu teilen, habe ich ein gemeinsames Notizbuch erstellt und alle dazu eingeladen. Selbst diejenigen, die technisch nicht so bewandert sind, bekommen den Zugriff auf Evernote über den Browser hin. Besonders praktisch ist natürlich der mobile Zugang über das Smartphone direkt im Bandprobenraum: Jedes Bandmitglied hat den gewünschten Song mit wenigen Klicks parat; sieht alle Harmonien und wann wer spielen muss. Nach der Probe steht der Song dann allen als Audio-Datei mit Kommentaren zur Verfügung. Jeder kann ihn sich nochmal in Ruhe zuhause anhören und für das nächste Mal üben.
Als Bühnenkünstler:
- Locations merken und finden
Ob auf der Straße oder im Wartezimmer beim Arzt: Egal wo ich bin, kann ich mir mit Evernote Veranstaltungshinweise merken. Auf Plakaten oder in Zeitungsausschnitten angekündigte Kleinkunst- und Kabarettauftritte fotografiere ich einfach und speichere sie in Evernote ab. Die Veranstaltungsorte sind wichtig für mich, sie könnten auch für meine eigenen Auftritte passen. Auf Dauer entsteht so eine hübsche Liste. Wenn ich mich das nächste Mal um neue Auftritte kümmern muss, lass ich mir einfach alle Veranstaltungsorte ausspucken.

- Automatische Synchronisation von Desktop-Ordnern mit Evernote
Ich habe Evernote so eingestellt, dass das Programm die „Texte-Ordner“ auf meinem Desktop-PC überwacht und alle neuen Dokumente automatisch speichert. Das geht über die Funktion „Ordner importieren…“. Ändert sich der Inhalt in dem entsprechenden Ordner, werden alle neuen oder veränderten Elemente automatisch in Evernote hochgeladen. Das gleiche gilt für alles, was ich einscanne. Mein Scan-Ordner wird ebenfalls automatisch mit Evernote synchronisiert.

Als Privatmann:
- Handgeschriebene Briefe: Sentimental und doch digital
Ich schreibe Briefe noch mit dem Füllfederhalter. Ich finde, das gehört zum Beruf eines Autors dazu. Ein handbeschriebenes Blatt Papier hat doch immer noch einen ganz besonderen Stellenwert. Mit Evernote kann ich meine Korrespondenz digital speichern: Ich scanne die Dokumente und finde sie per Handschrifterkennung wieder. Oder ich schreibe gleich mit dem Livescribe Smart-Pen: Die Handschrift wird dann direkt erkannt und der Brief als Notiz in Evernote gespeichert.
- Kassenbuch: Überblick über die monatlichen Kosten halten
Wenn ich mal wieder Überblick über meine laufenden Kosten bekommen möchte, löse ich das mit Evernote: Ich fotografiere laufend alle Quittungen aus Supermarkt oder Tankstelle und rechne alles zusammen, um mir meine Ausgaben bewusst zu machen.
Nutzertipp:
Abgesehen von der hervorragenden Suche, empfehle ich die hauseigene Werbung der Evernote-Anwendung. Ich lasse sie weiterhin angezeigt, obwohl ich sie als Premium-Anwender ausschalten könnte. Sie macht mich auf nützliche Partner-Anwendungen aufmerksam.Oft waren da wertvolle Tipps für mich dabei.


